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Markteinordnung Stand: 8. Oktober 2026

Tankrabatt nach einer Woche: Bei Diesel fast ganz da, bei Benzin fehlen 4 Cent

Kommt der Tankrabatt an? Unsere Preisdaten zur ersten Woche ab 1. Oktober: Diesel ist rund 16 Cent billiger, Benzin nur rund 12 Cent. Was das bedeutet und wann du tanken solltest.

Autor
BesserTanken Redaktion
Veröffentlicht
Aktualisiert
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5 Min Lesezeit

Seit dem 1. Oktober ist die Steuer auf Benzin und Diesel um 16,7 Cent je Liter niedriger. In unserem Artikel zum Start des Tankrabatts haben wir versprochen, die ersten Tage mit eigenen Daten auszuwerten. Hier ist die Bilanz nach einer Woche.

Kurz gesagt: Bei Diesel ist der Rabatt inzwischen fast vollständig an der Zapfsäule angekommen. Bei Benzin fehlen im Schnitt noch rund 4 Cent je Liter, und daran hat sich seit dem ersten Tag nichts geändert.

So haben wir gemessen

Wir haben vom 30. September an jede Stunde den Bundesdurchschnitt aus unserer Preisstatistik gespeichert. Er stützt sich auf rund 14.000 bis 15.000 Tankstellen je Sorte, die ihre Preise an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe melden.

Wichtig ist die Uhrzeit. Seit April dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen, senken dürfen sie jederzeit. Deshalb springt der Preis jeden Mittag nach oben und sinkt bis zum Abend wieder. Wer 11 Uhr mit 13 Uhr vergleicht, misst vor allem diesen Sprung. Wir vergleichen deshalb immer die gleiche Uhrzeit: 14 Uhr mit 14 Uhr, 18 Uhr mit 18 Uhr.

Was die Daten nach einer Woche zeigen

Bundesdurchschnitt am 30. September um 14 Uhr, also vor dem Rabatt, und am 6. Oktober um 14 Uhr:

  • Diesel: von rund 2,47 Euro auf 2,30 Euro, also rund 16 Cent weniger
  • Super E5: von rund 2,38 Euro auf 2,25 Euro, also rund 13 Cent weniger
  • Super E10: von rund 2,32 Euro auf 2,19 Euro, also rund 12 Cent weniger

Um 18 Uhr ergibt sich fast das gleiche Bild: Diesel rund 16 Cent günstiger als am 30. September, E5 und E10 jeweils rund 12 Cent.

Spannend ist der Verlauf über die Woche. Am ersten Tag lagen alle drei Sorten um 14 Uhr rund 13 Cent unter dem Vortag. Das deckt sich mit dem Bundeskartellamt, das für den 1. Oktober im Tagesdurchschnitt knapp 13 Cent Rückgang gemeldet hat. Danach gingen die Sorten getrennte Wege:

  • Diesel wurde fast jeden Tag ein Stück billiger: um 14 Uhr erst 13 Cent unter dem 30. September, am Wochenende knapp 14 Cent, am Montag 15 Cent, am Dienstag 16 Cent.
  • E5 und E10 wurden am 2. Oktober wieder etwas teurer und liegen seitdem um 14 Uhr nur noch rund 12 bis 13 Cent unter dem Ausgangswert.

Vormittags ist Benzin wieder teurer geworden

Am günstigsten ist Sprit weiterhin kurz vor 12 Uhr. Dort sieht man die Entwicklung am deutlichsten:

  • Super E10 kostete am 1. Oktober um kurz vor 10 Uhr im Schnitt rund 2,06 Euro. Am 6. Oktober kurz nach 11 Uhr waren es rund 2,10 Euro, also 4 Cent mehr.
  • Bei Super E5 ist es dasselbe: am 1. Oktober vormittags rund 2,12 Euro, am 6. Oktober rund 2,16 Euro.
  • Diesel kostete am Vormittag des 6. Oktober mit rund 2,20 Euro so viel wie am ersten Rabatttag.

Am 8. Oktober um 9 Uhr lag E10 bei rund 2,11 Euro und Diesel weiter bei rund 2,20 Euro. Auch der ADAC hat beobachtet, dass E10 bis Sonntag wieder um 2,3 Cent teurer wurde als am Donnerstag, und sieht dafür keine offensichtliche Erklärung.

Der Mittagssprung bleibt groß

Zwischen dem günstigsten Preis am Vormittag und dem ersten Messwert nach 12 Uhr lagen in dieser Woche im Bundesschnitt meist 13 bis 17 Cent. Am 1. Oktober war der Sprung bei allen Sorten mit fast 18 Cent am größten. Wer direkt nach 12 Uhr tankt, zahlt an einem normalen Tag also fast so viel drauf, wie der ganze Tankrabatt bringt.

Liegt es am Ölpreis?

Eher nicht, zumindest nicht sichtbar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete laut ADAC am 29. September rund 103 Dollar. In der Woche danach schwankte der Preis um die 100 Dollar: Am 2. Oktober fiel er zeitweise unter 100, am 6. Oktober zeitweise unter 98 Dollar, heute früh lag er wieder über 101 Dollar. Gestiegen ist Rohöl in dieser Woche also nicht. Höhere Ölpreise erklären den Anstieg bei Benzin damit nicht.

Was wir nicht sehen: Großhandelspreise für Benzin und Diesel sowie den Wechselkurs im Detail. Der Euro hat am 5. Oktober gegenüber dem Dollar nachgegeben, was Öl in Euro etwas verteuert. Wie viel davon an der Zapfsäule ankommen müsste, können wir mit unseren Daten nicht seriös ausrechnen. Unsere Zahlen zeigen also, was du an der Säule zahlst. Ob Tankstellen oder Großhandel den Rest behalten, beantworten sie nicht.

Wie schneidet das im Vergleich zum Mai ab?

Beim ersten Tankrabatt im Mai und Juni sind laut Bundeskartellamt über die gesamten zwei Monate bei Diesel rund 13,8 Cent angekommen und bei E5 rund 13 Cent. Die Lücke entstand vor allem bei den Tankstellen, deren Marge in dieser Zeit stieg. Der Branchenverband en2x sieht das anders und hält die Berechnungen für unvollständig.

Diesel steht nach einer Woche mit rund 16 Cent also besser da als im Mai. Benzin liegt mit rund 12 Cent leicht darunter. Eine Woche ist aber kein Quartal, und auch das Bundeskartellamt sagt, dass man erst über den ganzen Zeitraum belastbar urteilen kann.

Was unsere Daten nicht können

  • Unsere Messreihe beginnt am 30. September um 14 Uhr. Einen Vormittagswert vor dem Rabatt haben wir nicht, deshalb vergleichen wir mit dem Vortag nur ab 14 Uhr.
  • An einzelnen Stunden fehlen Messpunkte, etwa am 2. Oktober am frühen Nachmittag und bei Diesel am 5. Oktober zwischen 12 und 14 Uhr. Für diese Stunden machen wir keine Aussage. Die Messzeiten liegen außerdem nicht immer genau auf der vollen Stunde, wir haben Werte bis etwa 15 Minuten daneben verwendet.
  • Am Wochenende melden morgens deutlich weniger Tankstellen, weil viele geschlossen haben. Das verschiebt den Durchschnitt leicht.
  • Durchschnitte verdecken Unterschiede. In deiner Gegend kann der Rabatt deutlich besser oder schlechter angekommen sein.

Was heißt das für dich?

Schau bei Benzin nicht auf die Schlagzeile mit 17 Cent. Im Schnitt sind es eher 12, und vormittags ist E10 inzwischen 4 Cent teurer als am ersten Tag. Viel mehr sparst du mit der Uhrzeit: Tank vor 12 Uhr und vergleich die Tankstellen in deiner Nähe. Zwischen der günstigsten und der teuersten Station im Umkreis liegen oft mehrere Cent.

Wir messen weiter und aktualisieren diese Auswertung, sobald sich das Bild ändert.

FAQ

Ist der Tankrabatt im Oktober an der Zapfsäule angekommen?

Bei Diesel fast vollständig: Am 6. Oktober um 14 Uhr war Diesel im Schnitt rund 16 Cent günstiger als am 30. September zur gleichen Uhrzeit. Bei E5 und E10 waren es nur rund 12 bis 13 Cent, rechnerisch wären 16,7 Cent möglich.

Warum ist Benzin seit dem 1. Oktober wieder teurer geworden?

Eine klare Erklärung gibt es nicht. Der Ölpreis lag die ganze Woche um 100 Dollar je Barrel und ist nicht gestiegen. Auch der ADAC sieht keinen offensichtlichen Grund. Großhandelspreise haben wir nicht ausgewertet, deshalb können wir nicht sagen, auf welcher Stufe die Differenz hängen bleibt.

Wann ist Tanken während des Tankrabatts am günstigsten?

Kurz vor 12 Uhr. Danach dürfen Tankstellen die Preise erhöhen. In der ersten Oktoberwoche lagen zwischen dem Vormittag und kurz nach 12 Uhr im Bundesschnitt jeden Tag 13 bis 18 Cent.

Müssen Tankstellen den Rabatt weitergeben?

Nein. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Das Bundeskartellamt beobachtet die Preise und appelliert an die Branche, die Entlastung vollständig weiterzugeben.

Wie habt ihr gemessen?

Wir speichern stündlich den Bundesdurchschnitt für Diesel, E5 und E10 aus unserer Preisstatistik und vergleichen nur gleiche Uhrzeiten, weil die Preise jeden Tag um 12 Uhr springen. Die Messreihe beginnt am 30. September um 14 Uhr.

Quellen (Stand: 08.10.2026)

Die günstigste Tankstelle vor 12 Uhr finden

Zwischen Vormittag und Mittag liegen jeden Tag 13 bis 18 Cent. Vergleiche die Preise in deiner Nähe und tank vor dem Sprung um 12 Uhr.